Im Oktober 2022 ist das erste Großbiotop mit einer Fläche von circa 2 Hektar in der Nähe des alten Opel Jagdhauses angelegt worden. Auf einer ehemaligen Fichtenfläche wurden insgesamt über 12 Wasserbecken ausgehoben und die Fichtenstümpfe gerodet. Primäres Ziel dieses, sowie auch beim zweiten Biotop im Mühlwald, ist die Wasserrückhaltung. Das Niederschlagswasser, welches durch den Klimawandel häufig in Starkregenereignissen daherkommt, soll und muss im Wald gehalten werden. Daher läuft das Wasser kaskadenförmig von einem in das nächste Becken, sogar über eine kleine neu angelegte Furt und kann so den Grundwasserspiegel anreichern.
Sogleich profitieren auch Flora und Fauna davon. Die Wildtiere können in Ruhe Wasser schöpfen und zudem auf den direkt angrenzenden Wiesenflächen äsen, da die Flächen aus der jagdlichen sowie auch der forstlichen Nutzung herausgenommen wurden. Auch Reptilien oder die Wildkatze findet in den aufgehäuften Totholzhaufen ihr Refugium. Um die Wasserbecken und die Wiesenflächen vor neugierigen Blicken zu schützen wurden an den Seiten verschiedenste, heimische Strauch- und Baumarten in zwei längliche Gatter gepflanzt. Für die Wildbienen wurden insgesamt 3 Wildbienenhotels aufgestellt und für die Vogelwelt sind über 15 Nistmöglichkeiten installiert worden, welche nachweislich alle sehr gut angenommen werden. Die Pflege der Nistmöglichkeiten wird in enger Absprache mit der Revierleitung durch die Waldfreunde ehrenamtlich durchgeführt.











